Messestand, Produktinszenierung und Kommunikation vereint für »rota-form« und »rota-light«.
Licht wird Raum
Typografie, Farbe und 3D-Visualisierung formen ein durchgängiges räumliches System.
Gestaltung im Detail

Gestaltung im Countdown

Wie aus einem kurzfristigen Messeauftrag ein visuelles System entsteht.
Vom Messestand zur Markenidentität
Messeauftritt und Kommunikationssystem für »rota-form« und »rota-light«

Für die erste Präsentation von rota-form und rota-light auf der »Light + Building« sollte innerhalb weniger Wochen ein vollständiger Messeauftritt entstehen. Ausgangspunkt waren die Standarchitektur, erste Farbangaben und die Positionen der Produkte. Eine gestalterische und kommunikative Grundlage für die beiden Produktmarken existierte bislang kaum.

Aus der Gestaltung der großformatigen Messewände entwickelte sich ein zusammenhängendes visuelles System. Messestand, Produktbroschüre und Webseite verbanden Typografie, Farbwelt, Wording, Piktogramme und 3D-Visualisierungen zu einem gemeinsamen Auftritt.

2026
Schwerpunkt
Exhibition & Communication Design
Kunde
ARICON Kunststoffwerk GmbH
Produktmarken
»rota-form« · »rota-light«
Branche
Industrie & B2B
Webseite
Leistungen

Concept Development · Spatial Design · Communication Design · Editorial Design · Web Design & Development · 3D Design

DIE FARBE SETZT DEN TON.

Purpurrot, Tiefschwarz und Elfenbein verbinden industrielle Präzision mit architektonischer Präsenz.

Arbeit am offenen Herzen

Wie Entscheidungen unter Zeitdruck das Leben einer Marke prägen.

Entwicklung des visuellen Gesamtkonzepts

Aus wenigen Vorgaben entstand eine eigenständige gestalterische Sprache für »rota-form« und »rota-light«, abgestimmt auf Architekten, Lichtplaner und Designer.

Konzeption und Gestaltung des Messeauftritts

Typografie, Farben, Flächen, Texte und Produktdarstellungen wurden auf die Standarchitektur, die Sichtachsen und die großformatigen Textilwände abgestimmt.

Entwicklung und Präsentation zweier Entwurfsrichtungen

Ein industriell geprägter Ansatz und eine stärker architektonisch ausgerichtete Variante machten unterschiedliche Positionierungen sichtbar und vergleichbar.

3D-Visualisierung von Messestand und Produkten

Die Standarchitektur und sämtliche Leuchten wurden digital nachgebaut, um den Entwurf realistisch zu präsentieren und fehlendes Bildmaterial zu ersetzen.

Aufbau einer einheitlichen Bild- und Sprachwelt

Farbwelt, Typografie, Wording, Renderings und eine eigene Reihe von Piktogrammen wurden zu einem durchgängigen visuellen System verbunden.

Übertragung auf Broschüre und Webseite

Der Messeauftritt wurde innerhalb kürzester Zeit in eine Produktbroschüre und eine eigenständige Webseite für rota-form und rota-light weitergeführt.

Begleitung von Produktion und Veröffentlichung

Druckdaten, Textilflächen, Broschüren und Webseite wurden parallel vorbereitet und bis unmittelbar vor Beginn der Messe koordiniert und umgesetzt.

DIE RUNDE FORM GIBT DEN TAKT VOR.

Leuchtkugeln, Rundungen und geschwungene Flächen verbinden Produkt, Raum und Kommunikation.

Eine neue Zielgruppe

Vom industriellen Produkt zur architektonischen Anwendung

ARICON entwickelt und produziert Kunststoffteile für unterschiedliche industrielle Anwendungen. Mit »rota-form« und »rota-light« sollten erstmals eigene Leuchten und Leuchtenkomponenten gezielt gegenüber Architekten, Lichtplanern und Designern präsentiert werden. Die vorhandene Kommunikation war stark durch das industrielle Umfeld des Unternehmens geprägt. Für die neue Zielgruppe brauchten die Produkte eine eigenständige visuelle und sprachliche Form.

Außer den bestehenden Logos und den Produkten selbst gab es dafür kaum definierte Grundlagen: keine verbindliche Typografie, keine ausgearbeitete Farbwelt, keine Bildsprache und kein übergeordnetes Kommunikationssystem. Gleichzeitig stand der Messetermin fest. Die Entwicklung musste unmittelbar in die Umsetzung übergehen.

Zwei gestalterische Richtungen

Industrielle Präzision oder eigenständiger Gestaltungsraum

Im ersten Schritt entstanden zwei vollständige Entwurfsrichtungen für den Messestand. Die erste Variante setzte die ursprünglichen Vorgaben des Kunden möglichst direkt um. Sie war technisch, sachlich und eng an der bisherigen industriellen Kommunikation orientiert.

Die zweite Variante richtete den Auftritt stärker auf Architektur, Lichtplanung und Design aus. Großzügige Flächen, eine prägnante Typografie, eine reduzierte Farbwelt und eine piktografische Bildsprache gaben den Produkten einen eigenständigen Rahmen.

Beide Richtungen wurden als vollständige 3D-Visualisierungen des Messestands präsentiert. Dafür wurden auch die ausgestellten Leuchten digital nachgebaut und in die Standarchitektur integriert. Die Entscheidung fiel auf den zweiten Entwurf.

DIE WAND WIRD ZUR BÜHNE.

Farbe, Typografie und Produktversprechen greifen ineinander und übersetzen die Markenwelt in den Raum.

Gestaltung unter realen Bedingungen

Entwicklung und Umsetzung liefen unmittelbar zusammen

Mit der Freigabe begann die Ausarbeitung der Produktionsdaten. Die Gestaltung musste auf großformatige Textilflächen übertragen und exakt auf Standarchitektur, Sichtachsen und Positionen der Exponate abgestimmt werden.

Typografie, Farben, Texte und grafische Elemente wurden während dieser Phase weiterentwickelt. Viele Entscheidungen, die üblicherweise innerhalb eines längeren Markenprozesses vorbereitet werden, entstanden direkt aus den konkreten Anforderungen des Messeauftritts.

Auf diese Weise bildete sich bereits während der Umsetzung ein visuelles System, dessen einzelne Bestandteile aufeinander aufbauten und sich über den Messestand hinaus einsetzen ließen.

Vom Messestand zur Produktkommunikation

Ein Entwurf wird auf weitere Medien übertragen

Kurz vor der Messe wurde das Projekt um eine Produktbroschüre und eine eigene Webseite erweitert. Für Konzeption, Gestaltung, Produktion und technische Umsetzung blieben rund 14 Tage.

Die Broschüre übertrug die räumliche Gestaltung des Messestands in ein kompaktes redaktionelles Format. Produkte, Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten wurden geordnet, verdichtet und für die neue Zielgruppe aufbereitet.

Parallel entstand eine Reihe einheitlicher Piktogramme. Sie machten zentrale Qualitätsmerkmale, Leistungen und Eigenschaften der Produktlinien unmittelbar verständlich. Typografie, Wording und Farbwelt wurden weiter ausgebaut und auf sämtliche Medien übertragen.

Eine gemeinsame visuelle Sprache

Typografie, Farbe, Wording und Piktogramme greifen ineinander

Der Messeauftritt arbeitete mit einer klaren typografischen Hierarchie, prägnanten Aussagen und großzügigen Flächen. Die Farbwelt verband die industrielle Herkunft des Unternehmens mit einer hochwertigeren, architektonisch geprägten Präsentation.

Kurze englische Aussagen strukturierten die Kommunikation und machten Leistungen, Fertigungskompetenz und Produktvorteile schnell erfassbar.

Die eigens entwickelten Piktogramme ergänzten diese Sprache. Sie übersetzten technische und qualitative Merkmale in eine einheitliche grafische Form und konnten auf dem Messestand, in der Broschüre und auf der Webseite eingesetzt werden.

Produkte ohne Fotoshooting

3D-Renderings als durchgängige Bildwelt

Ein durchgängiges professionelles Bildmaterial für die Produktlinien stand nicht zur Verfügung. Vorhandene Aufnahmen wurden punktuell in die Webseite integriert. Für die konsistente Darstellung der Leuchten über Messestand, Broschüre und Web entstanden ergänzend 3D-Renderings.

Die digitalen Produktdarstellungen ließen sich exakt auf Perspektive, Licht, Materialität und Aufbau der jeweiligen Medien abstimmen. Sie wurden auf dem Messestand, in der Broschüre und auf der Webseite eingesetzt.

Dadurch entstand eine einheitliche Bildsprache, ohne dass innerhalb des engen Zeitplans ein aufwendiges Produkt-Fotoshooting organisiert werden musste.

Parallele Produktion

Messebau, Druck und Webentwicklung im gemeinsamen Countdown

Während die Textilflächen für den Messestand produziert wurden, gingen die Broschüren im Overnight-Verfahren an zwei Druckereien. Die doppelte Beauftragung diente als Absicherung für den engen Produktionstermin.

Parallel wurde die Webseite auf einer Entwicklungsumgebung konzipiert, gestaltet und technisch umgesetzt.

Die Zugangsdaten für den Live-Server trafen erst wenige Stunden vor Beginn der Messe ein. Anschließend konnte die fertige Seite übertragen und rechtzeitig zum Messeauftakt veröffentlicht werden.

DAS SYSTEM WECHSELT DAS MEDIUM.

Was im Raum beginnt, setzt sich in Broschüre, Webseite und weiteren Kommunikationsmitteln konsequent fort.

Messeauftritt im Dreierpack

Drei Medien verbinden sich zu einem gemeinsamen Kommunikationssystem.

Innerhalb weniger Wochen entstanden ein vollständiger Messeauftritt, eine Produktbroschüre und eine Webseite für »rota-form« und »rota-light«.

Dabei wurden zugleich die wesentlichen Grundlagen für die weitere Kommunikation der beiden Produktmarken entwickelt: Farbwelt, Typografie, Wording, Piktogramme, 3D-Bildsprache und gestalterische Prinzipien.

Aus einer zunächst operativen Aufgabe entstand ein zusammenhängendes Erscheinungsbild, das über die Messe hinaus eingesetzt und weiterentwickelt werden kann.

Der nächste Schritt besteht darin, die im Projekt entstandenen Elemente in verbindlichen Design-Guidelines zu konsolidieren und zu einem dauerhaft einsetzbaren Markensystem auszubauen.

Die Erkenntnis

TEMPO BRAUCHT SCHNELLE ENTSCHEIDUNGEN

Unter Zeitdruck müssen Entscheidungen schnell fallen. Gerade dann zeigt sich, ob Gestaltung nur eine aktuelle Aufgabe löst oder ob sie eine tragfähige Grundlage für weitere Anwendungen schafft.

Gute Entscheidungen müssen nachwirken. Wenn Typografie, Farbe, Bildsprache, Wording und Gestaltung einer gemeinsamen Logik folgen, entsteht auch unter hohem Zeitdruck ein System, das sich auf unterschiedliche Medien übertragen und später weiterentwickeln lässt.

Think big! Was auf einem Messestand funktioniert, muss sich auch in einer Broschüre, auf einer Webseite oder in weiteren Kommunikationsmitteln behaupten können. Jede Entscheidung prägt immer auch die Möglichkeiten, die daraus entstehen.

Ein enger Zeitrahmen reduziert den Spielraum für lange Prozesse und ausufernde Varianten. Er verlangt Prioritäten, begründbare Entscheidungen und eine Gestaltung, die unmittelbar funktioniert. Richtig genutzt, wird das Tempo zum Prüfstein für die Qualität eines Konzepts.

Die entscheidende Erfahrung lautet deshalb: Ein Kommunikationskonzept entsteht bereits in der Anwendung: durch konsequente Entscheidungen und durch die Fähigkeit, einzelne Maßnahmen als Teile eines größeren Zusammenhangs zu verstehen.

»

YOUR VISION. MADE REAL.«

Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit Ronny Edelstein zusammen und sind von der Qualität seiner Arbeit mehr als überzeugt. Auch bei diesem Messestand hat er uns in einer schwierigen Situation sehr geholfen. Sechs Wochen vor Messestart stand das Projekt noch immer ohne tragfähiges Design da und drohte in dieser Form zu scheitern. Es gelang uns, den Kunden von den Fähigkeiten des Designateliers zu überzeugen und Ronny mit ins Projekt zu holen. Wie gewohnt entwickelte er innerhalb kürzester Zeit einen überzeugenden Designentwurf, den wir anschließend konsequent umsetzen konnten. Für uns zeigte das Projekt sehr deutlich, welches Potenzial in einer klaren gestalterischen Idee steckt, auch über den Messestand hinaus.
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